Holistische Ernährung
Was bedeutet holistische Ernährung eigentlich?
- Holos (griechisch) bedeutet «ganz»
- Der Mensch als einzigartiges Gesamtkunstwerk steht im Rampenlicht
- Einflussfaktoren wie Genetik, Psyche, Krankheiten oder Gewohnheiten werden berücksichtig
- Ziel: Einklang von Körper, Geist und Seele
- Keine Diät, kein Kalorienzählen, keine Verbote, kein Druck
- Fokus liegt auf nicht verarbeiteten (vorzugsweise pflanzlichen) Lebensmitteln
Es geht also um eine ausgewogene Ernährung, die von köstlichem Obst, knackigem Gemüse, nährstoffreichen Vollkornprodukten und delikaten Nüssen geprägt ist- ja ich weiss, schon tausend Mal gehört oder gelesen und schon beinahe langweilig, aber die Fakten lassen sich eben nicht leugnen und wir wissen alle wie fundamental Essen für unsere Gesundheit ist.
Wie der altehrwürdige Arzt Hippokrates schon vor vielen Jahrhunderten sagte: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein. “
Der Apfel wird gegen das Schokoladeneis immer das Rennen machen- soll aber nicht heissen, dass du nie mehr Eis essen sollst ;-)!
Nähre, geniesse, lebe!
Alles oder Nichts?
In meinem Umfeld erlebe ich öfters eine Alles-oder-Nichts-Haltung, wenn es um einen gesunden Lebensstil geht. Man nimmt sich vor, weniger oder gar nicht mehr zu naschen, sich viel zu bewegen und nur noch frisch und gesund zu kochen. Obwohl diese Absichten zweifellos gut sind, muten sich meiner Meinung nach die meisten zu viel auf einmal zu und rutschen schnell in ein unbefriedigendes Extrem. Der "Rückfall" in alte Gewohnheiten ist daher vorprogrammiert und absolut verständlich. Niemand ist perfekt und niemand ist jeden Tag gleich motiviert seinen guten Absichten Folge zu leisten. Viel wichtiger ist es sich schrittweise neue Gewohnheiten nachhaltig anzueignen, sodass sie zu einem Teil des Alltags werden, ohne Überwindung oder Anstrengung zu kosten. Ausserdem soll Essen Freude bereiten und Genuss darf auf keinen Fall fehlen. Du bist am Vorabend mit Freunden in ein leckeres Restaurant gegangen und hast dir neben einem üppigen Menü noch ein leckeres Dessert gegönnt? Kein Problem - wenn du dafür am nächsten Morgen deinen frischen Smoothie oder dein Hafermüsli mit viel Obst isst. Du wolltest eigentlich ab jetzt nicht mehr die verführerisch wohlschmeckenden Schokokekse essen, gibst aber eines Tages deiner Lust nach und genehmigst dir ein paar davon? Macht gar nichts! Du musst deshalb nicht den ganzen Tag zu einem Cheat-Day erklären, indem du dir sagst "Jetzt kommt's ja auch nicht mehr drauf an, nun kann ich gleich alles essen, worauf ich gerade Bock habe und die ganze Packung essen". Nein! Sei nachsichtig und wohlwollend mit dir- dein Körper ist kein Kartenhaus, dass beim kleinsten Fehler zusammenbricht- geniesse deine Kekse und führe ganz normal deine gesunden Gewohnheiten fort.
Mein Fazit: Sowohl gesunde und gute als auch weniger zuträgliche Gewohnheiten können (müssen!) nebeneinander Platz haben. Es braucht keine Alles-oder-nichts-Denkweise, bei der du dir alles verbietest und dir keine "Fehler" erlaubst. Ich würde dir auch von dem sogenannten "Cheat-Day" abraten, bei dem du einmal pro Woche alles und so viel du willst, essen darfst. Baue dir deine Ausnahmen besser (ich nenne sie eigentlich viel lieber "Zückerchen für die Seele") verteilt in deinen Alltag ein. So vermeidest du auch Heisshungerattacken.
Vergiss also bitte nicht: Wir sind keine Roboter, wir sind Menschen mit Höhen und Tiefen, die jeden Tag mit Stress und Druck umgehen müssen. Unser Leben wird immer schneller und lauter, da ist es nicht verwunderlich, dass die wenigsten Zeit und Kraft haben, jeden Tag mit höchster Disziplin an ihren Zielen zu arbeiten und ich kann dir auch gleich an dieser Stelle sagen, dass ich, egal wie viele Tipps und Empfehlungen ich dir hier geben mag, noch lange nicht selbst alles nachhaltig umsetze, aber ich versuch es.
Einer geht noch!
«Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren», stimmts?
Ich glaube jeder von uns merkt, ohne gross Recherche anzustellen, dass der Genuss von Alkohol den Körper beeinflusst. Aus eigener Erfahrung kann ich Folgendes sagen: Je älter ich werde, desto weniger verkraftet mein Körper diese Substanz. Schon kleine Mengen führen bei mir zu starken Vergiftungserscheinungen und Schlaflosigkeit. Wer exzessiv trink, riskiert u.a. eine Fettleber oder Hepatitis zu bekommen. Ausserdem wirkt sich Alkohol auch auf unser Nervensystem und folglich auch auf unsere Stimmung aus. Alkohol ist faktisch ein Nervengift: Sobald du ihn trinkst, geht er über den Darm in deinen Blutkreislauf und gelangt somit in verschiedenste Organe. Im Hirn beeinflusst er die Übertragung der Botenstoffe für den Informationsfluss zwischen den Nervenzellen- genau dieser Vorgang ist jener, den wir am Alkohol so «mögen»: Wir fühlen uns entspannter und weniger gehemmt.Was ist eigentlich mit dem französischen Paradoxon? Franzosen sollen trotz ihres erhöhten Alkoholkonsums verhältnismässig länger leben. Rotwein z.B. enthält u.a. Polyphenole und Resveratrol, welche sich positiv auf das Herz- und Kreislaufsystem auswirken. Was überwiegt nun? Der giftige Alkohol oder die positiven Stoffe der Weintrauben? Gibt es noch weitere Faktoren, die für die Langlebigkeit relevant sind aber hier ausser Acht gelassen werden? Auch das: Ein umstrittenes Thema. Resveratrol gibt es übrigens auch als Nahrungsergänzungsmittel, ganz ohne Alkohol.Im Netz gibt es viele Studien zum Alkoholkonsum und mein Fazit dazu lautet: Alkohol ist, egal wie man ihn «schüttelt» und «rührt», nicht wirklich gesund für uns. Mag er wohl in Stresssituationen psychische Abhilfe leisten, feierliche Anlässe oder besondere Momente mit der Familie und Freunden verschönern- die Bilanz ist leider negativ. Meines Erachtens wird er unterschätzt und die Tatsache, dass er gesellschaftlich akzeptiert ist, macht ihn wohl noch gefährlicher.Sollten wir also gänzlich auf Alkohol verzichten? Wahrscheinlich ja. Werde ich das machen? Ich denke nicht. Eines ist jedoch sicher: Weniger ist immer besser. In diesem Sinne: Zum Wohl!
Disziplin & Selbstliebe
Dem Wort Disziplin haftet etwas Strenges und Unangenehmes an. Wir verbinden es mit den Dingen, die (meist) keinen Spass machen, uns aber gut tun bzw. vorwärts bringen im Leben - eben um genau das geht es: Wir "müssen" Dinge tun, die für uns "gut" sind- erkennst du die Diskrepanz? Warum sollte es ein Muss sein, gut zu sich selbst zu sein? Ja, ich weiss, das ist alles so einfach daher gesagt und ich werde jetzt nicht so tun, als wäre ich die Disziplin in Person. Denk aber trotzdem mal darüber nach, warum Disziplin und Selbstliebe im Grunde dasselbe sind.
Du und ich sollten es uns Wert sein, jeden Tag an uns zu arbeiten, uns zu überwinden und für uns zu sorgen und das natürlich nicht zuletzt im Bereich der Ernährung. Ein Leben nach dem Lustprinzip mag zwar verlockend klingen, ist aber faktisch nicht das Richtige für uns. Du wirst nie jeden Tag motiviert sein frisch zu kochen oder Lust haben deinen Brokkoli aufzuessen, das hat mit Gewissheit niemand. Dort wo die Motivation aufhört, sollte die Disziplin ins Spiel kommen. Trainiere sie wie ein Muskel, jeden Tag. Tu es einfach. Für dich.
Matcha macht munter!
Matcha (japanisch «gemahlener Tee») ist ein Grüntee in Form eines feinen Pulvers und eine fantastische Kaffee-Alternative. Ich selbst musste infolge akuter Magenprobleme vor einiger Zeit auf den Genuss von Kaffee verzichten. Das war ziemlich schwer, da ich vor allem morgens einen Energie-Boost nötig habe. Ausserdem liebe ich den Geruch und den Geschmack frisch gebrühten Kaffees. Doch dann kam Matcha: Dieser Tee war meine «Rettung» und übertrifft in seiner Wirkung meiner Meinung nach jeden Kaffee.
Matcha wirkt sanft und konstant. Er macht nicht nur wach und fokussierter, sondern auch entspannt und ruhig- ganz anders als Kaffee, welcher mich oftmals nervös werden liess. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mich anfangs an den Geschmack gewöhnen musste.
Neben verschiedenen Vitaminen (B1, B2, B3, E, C & K) und Mineralstoffen (Calcium, Kalium) enthält Matcha EGCG, einen Stoff, der zu den Catechinen zählt und somit ein Mitglied der Familie der Polyphenole ist. Epigallocatechingallat (EGCG) wirkt sehr stark antioxidativ. Matcha soll daher Krebs- und Herzerkrankungen entgegenwirken und Stress reduzieren.
Darum lautet meine Devise: «Nicht ohne meinen Matcha!»
Welches Salz verwendest du?
Hast du dich schon mal gefragt, weshalb Ärzte ihren Patienten bei Bluthochdruck oder Herzproblemen raten, den Salzkonsum zu reduzieren? Ich mich auch!
Wir haben alle schon gelesen oder gehört, dass der übermässige Konsum von Salz ungesund ist. Speise- oder Tafelsalz ist, wie so viele Lebensmittel, stark verarbeitet. Salz in seiner natürlichen Form enthält viele Mineralstoffe, sieht gräulich aus und hat eine feucht-klebrige Konsistenz. Würde sich ein solches Produkt gut verkaufen? Wohl eher nicht. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Lebensmittelindustrie dieses Salz bleicht, Aluminium beifügt und die Mineralstoffe, welche für die Feuchtigkeit verantwortlich sind, entfernt. Was bleibt ist Natriumchlorid.
Essen wir also zu viel Salz, gelangt zu viel Natrium in unsere Zellen. Diese schwellen an und der Blutdruck steigt.
Ich habe deshalb beschlossen, wenn möglich, nur noch natürliches Salz zu verwenden, wie z.B. Meersalz oder keltisches Salz. Es enthält wertvolle Mineralstoffe, darunter auch Magnesium, welches eine wichtige Rolle spielt, um Wasser in die Zellen zu transportieren und somit den Körper zu hydrieren. Es schmeckt genauso gut, wie das raffinierte Salz und mit der Tatsache, dass es an den Fingern kleben bleibt, kann ich persönlich gut leben.
Wir haben alle schon gelesen oder gehört, dass der übermässige Konsum von Salz ungesund ist. Speise- oder Tafelsalz ist, wie so viele Lebensmittel, stark verarbeitet. Salz in seiner natürlichen Form enthält viele Mineralstoffe, sieht gräulich aus und hat eine feucht-klebrige Konsistenz. Würde sich ein solches Produkt gut verkaufen? Wohl eher nicht. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Lebensmittelindustrie dieses Salz bleicht, Aluminium beifügt und die Mineralstoffe, welche für die Feuchtigkeit verantwortlich sind, entfernt. Was bleibt ist Natriumchlorid.
Essen wir also zu viel Salz, gelangt zu viel Natrium in unsere Zellen. Diese schwellen an und der Blutdruck steigt.
Ich habe deshalb beschlossen, wenn möglich, nur noch natürliches Salz zu verwenden, wie z.B. Meersalz oder keltisches Salz. Es enthält wertvolle Mineralstoffe, darunter auch Magnesium, welches eine wichtige Rolle spielt, um Wasser in die Zellen zu transportieren und somit den Körper zu hydrieren. Es schmeckt genauso gut, wie das raffinierte Salz und mit der Tatsache, dass es an den Fingern kleben bleibt, kann ich persönlich gut leben.
Sag ja zu Brokkoli!
Müsste ich mich für ein einziges Gemüse entscheiden, welches ich für den Rest meines Lebens essen dürfte, wäre es Brokkoli. Nach allem, was ich gelesen habe, ist er wohl mit Abstand das gesündeste und effektivste Gemüse überhaupt. Ich weiss er schmeckt vielen (einschliesslich mir) nicht sonderlich gut, aber Brokkoli hat es wirklich in sich. Glücklicherweise hat er eine grosse Verwandtschaft. Solltest du also kein Brokkoli-Enthusiast sein, kannst du dich auch an seine Brüder und Schwestern ranmachen. Brokkoli gehört zur Familie der Kreuzblütler, dazu zählen z.B. auch Blumenkohl, Radieschen, Rucola, Meerrettich oder Wasabi. Und was genau ist so gesund an ihnen? Neben einem hohen Gehalt an verschiedenen Vitaminen, ist es der Stoff «Sulforaphan», der beim Zubereiten des Gemüses entsteht, mit Betonung auf «beim Zubereiten». Sulforaphan entsteht durch eine Reaktion von einem Enzym namens «Myrosinase» mit einem Vorgängerstoff von Sulforaphan. Dieser chemische Prozess wird aktiviert, sobald du beispielsweise frischen Brokkoli in kleinere Teile schneidest und für ca. 40 Minuten stehen lässt- und ja 40 Minuten sind auch für mich definitiv zu lang. Du kannst diesen Vorgang beschleunigen, indem du Senfpulver über den Brokkoli streust. Danach kannst du direkt mit dem Kochen fortfahren. Warum? Senf(kohl) enthält ebenfalls das Enzym Myrosinase und gehört auch zu den Kreuzblütlern. Wichtig: Die chemische Reaktion muss VOR dem Erhitzen bzw. dem Kochen stattfinden, da das Enzym sonst zerstört und somit kein wertvolles Sulforaphan hergestellt wird.
Sulforaphan wirkt den verschiedensten Krankheiten entgegen (wie Krebs oder Diabetes), fördert die Hirnfunktion, die Sehkraft, entgiftet, wirkt entzündungshemmend und ist stark antioxidativ. Ausserdem ist es ein tolles Anti-Aging-Mittel, welches deine Haut strafft und dich natürlich von innen heraus vor den schädlichen UV-Strahlen der Sonne schützt.
Klingt doch alles super, oder? Also ran an den Brokkoli!
Ist das Frückstück wirklich die wichtigste Mahlzeit des Tages?
Die Mahlzeit, auf die ich mich jeden Tag am meisten freue, ist das Frühstück. Ich liebe Früchte, ich liebe Haferflocken, ich liebe Chiapudding, ich liebe Mandeln und ich liebe Agavendicksaft. Kombiniert schmecken all diese Dinge einfach fantastisch! Aber Achtung: Mit Frühstück meine ich die erste Mahlzeit des Tages. «Frühstücken» ist zurzeit ein sehr kontroverses Thema. Früher hiess es immer «gehe am Morgen nicht aus dem Haus ohne gefrühstückt zu haben». Das sagten nicht nur meine Eltern, sondern auch Werbekampagnen von diversen Lebensmittelherstellern. Erinnerst du dich an die Slogans von Kellogg’s (‘Das Beste jeden Morgen’, ‘Und der Tag kann kommen’) oder Nutella (‘Der Morgen macht den Tag’)? Diverse Studien haben nun gezeigt, dass es gesünder ist auf das Frühstück gänzlich zu verzichten. Warum? Das Stichwort lautet: «Autophagie». Das ist ein Prozess, der in deinem Körper eintritt, sobald du längere Zeit nichts isst. Es handelt sich um eine Reinigung auf zellulärer Ebene, die enorm wichtig für deine Gesundheit ist. Ich esse daher mein «Frühstück» jeden Tag so spät es geht, meistens erst gegen 11 Uhr, länger schaffe ich es leider nicht.